Verschiedene Förderarten

16. August 2007 von sven

Als Förderanlagen oder Fördermittel bezeichnet man Geräte und Anlagen, die zum Fördern von Fördergütern angewendet werden. Diese lassen sich nach der Gattung des Guts gliedern in Förderer für Stückgut (z. B. Kisten) und Förderer für Schüttgut (zum Beispiel Erz). Wieder andere Aufteilungen unterscheiden Stetig- und Unstetigförderer oder Förderer für Stückgut nach baulichen Standpunkten.

Im Bergbau nennt man alle Anlagen zusammengefasst, die der Förderung von Kohle, Erz, Salz oder Erdöl verwendet werden, Förderanlagen. Dazu zählen zunächst die eigentlichen Fördermittel (Aufzüge, Bänder, usw.) und auch zugehörige Bauten wie z. B. das Bergwerk an sich, Gleise, Fördertürme und auch Förderkörbe. Teils wird auch statt der Begriffe Grube, Zeche oder Bergwerk, der Name Förderanlage angewendet.

Die Fördertechnik (kurz FT) gehört zu einer Fachrichtung des Maschinenbaus. Sie befasst sich mit der Zielsetzung und der Erbauung von Anlagen zur Förderung.

Unter dem Begriff Fördertechnik versteht man einerseits die tatsächliche Technik (Förderanlagen im erweiterten Sinne inkl. der Lagertechnik), und ebenfalls die Gestaltung des Prozesses im Laufe des Betriebs der einzelnen Anlagen.
Zu dem Gebiet Fördertechnik gehört also alles das, was mit Transport-, Umschlag- und Lageraufgaben oder -prozessen beschäftigt ist. Und das nicht nur in technischer sondern auch in ökonomischer Richtung.

Im Unterschied zur Verkehrstechnik, welche sich mit der weiträumigen Verschickung befasst, behandelt die Fördertechnik den Hin- und Hertransport von Sachen in abgegrenzten Bereichen eines Betriebes zum Beispiel Häfen, Flughäfen, in Minen oder ebenfalls in Industriebetrieben, in der Fertigung und im Warenlager.

Außerdem werden zur Fördertechnik die internen Transportsysteme dazugezählt. Hierzu zählen sog. Stetigförderer wie z. B. Rollenbahnen, und auch Unstetigförderer wie von Hand bediente sog. Flurförderzeuge z. B. Gabelstapler.

Zuführtechnik ist der Überbegriff für alle technischen Installationen, die in der industriellen Fertigung zum Einsatz kommen, um Stoffe oder Anteile an die Stelle zu transportieren, an dem sie weiterverarbeitet oder in größere Gefüge integriert werden.
Zu dem Bereich Zuführtechnik zählen Anlagen zum Sortieren, Befördern und Isolieren von Produkten.

Das Förderband (auch Bandförderer, Gurtbandförderer oder Gurtförderer genannt) ist eine bleibende Anlage. Der Fördergurt, das entscheidendeste Anlagenteil der Gurtbandförderer, ist ein unbegrenztes, auf Tragrollen oder Gleitbahnen herumlaufendes Band, das als Trag- und zugleich als Zugmittel dient. Es wird mittels Reibschluss (Übertragung der Kraft durch Reibung) einer oder sogar mehrerer Trommeln, die zum Antrieb dienen, angetrieben. Das Förderband wird nicht nur für Schüttgüter (z.B. Kohle) sondern auch für Stückgüter (wie Kisten) angewendet. Es ist neben Rollenförderern und den Rollenbahnen der am meisten gebrauchte automatische Stetigförderer.

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